Zahlungsbilanz 2020 für Österreich positiv

Laut der von der Österreichischen (OeNB) präsentieren Zahlungsbilanz für das Jahr 2020 konnte Österreich trotz der Corona-Krise dennoch eine positive Leistungsbilanz erzielen. Österreichs Güter- und Dienstleistungsverkehr mit dem Ausland aktiv- und passivseitig brach im historischen Ausmaß ein. Besonders betroffen war der grenzüberschreitende Reiseverkehr. Aber auch bedingt durch die Refinanzierung staatlicher Hilfsmaßnahmen in Österreich war eine deutliche Ausweitung der Wertpapieremissionen auf den internationalen Kapitalmärkten erforderlich.

2020 brachen die gesamten Exporte und Importe Österreichs um jeweils 15 Prozent ein. Die Leistungsbilanz ergab einen Überschuss von 9,5 Milliarden Euro bzw. 2,5 Prozent des BIP. Erfreulicherweise konnten auch der Güterhandel mit plus 5,3 Milliarden Euro und der Reiseverkehr mit plus acht Milliarden Euro, jedoch bei deutlich geringeren Bruttoströmen, positiv bilanzieren.

Die Exporterlöse 2020 kamen auf ein Minus von sieben Prozent und beliefen sich auf 142 Milliarden Euro. Der stärkste Rückgang mit minus zwölf Prozent war bei Maschinen und Fahrzeugen zu verzeichnen. Bei bearbeiteten Waren war der Rückgang zehn Prozent. Güterimporte sanken 2020 um neun Prozent auf 136 Milliarden Euro. Wichtigster Handelpartner war weiterhin Deutschland. Importseitig gewannen mit plus acht Prozent die Schweiz und mit plus drei Prozent China weiter an Bedeutung.

Quelle: Österreichische Nationalbank
https://www.oenb.at/Presse/20210506.html

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